Kayaköy: Steinhäuser, Kirchen und Dorfleben

Kayaköy bei Fethiye umfasst historische Steinhäuser am Hang, zwei große Kirchen und das bewohnte Dorf in einem grünen Tal.

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Kayaköy liegt in einem grünen Tal im Bezirk Fethiye, zwischen der Stadt und den Hügeln hinter Ölüdeniz. Der Name bezeichnet heute zwei unmittelbar benachbarte Bereiche: Am Hang breitet sich die geschützte historische Siedlung mit dachlosen Häusern aus, auf dem Talboden liegt das bewohnte Dorf. Bewirtschaftete Flächen und Steinmauern reichen bis an die alten Hänge.

Kayaköy zwischen Hang und Tal

Gepflasterter Weg zwischen verlassenen Steinhäusern in Kayaköy

Vom Talboden steigen Reihen heller Steinbauten über den Hang an. Enge gepflasterte Gassen, Stufen und kleine Höfe folgen dem Gefälle; dazwischen öffnen sich Blicke über das grüne Becken. Die Wege und Mauerzüge wirken nicht regelmäßig geplant, sondern passen sich dem deutlich ansteigenden Gelände an.

Unterhalb der Ruinen prägen bewirtschaftete Grundstücke, Wohnhäuser und kleine Gastbetriebe das heutige Ortsbild. Beide Bereiche liegen nah beieinander und bleiben dennoch klar unterscheidbar: oben die geschützte historische Bebauung, unten das Dorf mit seinem gegenwärtigen Alltag. Kayaköy liegt im Binnenland und besitzt keinen eigenen Strand.

Levissi und der Bevölkerungsaustausch von 1923

Vor dem Bevölkerungsaustausch war die historische Siedlung als Levissi oder Livissi bekannt. Der Ort wird mit dem antiken Karmylassos in Verbindung gebracht, doch die heute sichtbaren Wohnhäuser und öffentlichen Gebäude stammen überwiegend aus der späteren griechisch-orthodoxen Siedlung der osmanischen Zeit.

Im Zuge des zwangsweisen Bevölkerungsaustauschs zwischen der Türkei und Griechenland verließen die griechisch-orthodoxen Einwohner Kayaköy im Jahr 1923. Einige Muslime aus Griechenland ließen sich danach in der Gegend nieder, viele zogen später jedoch weiter. An leer stehenden Häusern gingen hölzerne Türen, Fenster und Dächer durch natürlichen Verfall verloren. Das Erdbeben von Fethiye im Jahr 1957 verursachte zusätzliche Schäden.

Steinhäuser, Gassen und Kirchen

Ruine der Oberen Kirche Taxiarhis in Kayaköy

Die Wohnhäuser wurden meist so angeordnet, dass benachbarte Gebäude Licht und Aussicht nicht vollständig versperrten. Viele besaßen Lagerräume im unteren Geschoss und Zisternen, in denen Regenwasser gesammelt wurde. Zwischen den Häuserzeilen liegen kleine Höfe; Pflaster, Fels und ungleichmäßige Stufen wechseln auf engem Raum.

Zu den bedeutenden öffentlichen Bauten gehören zwei große Kirchen. Die Untere Kirche heißt auch Panayia Pirgiotissa, die Obere Kirche ist als Taxiarhis bekannt. Kapellen und ehemalige Schulgebäude ergänzen das Bild der einstigen Gemeinde. Zusammen mit den Wohnhäusern lassen diese Bauten erkennen, wie sich religiöses, schulisches und häusliches Leben über den Hang verteilte.

Dorfleben und Jahreszeiten in Kayaköy

Im modernen Dorf liegen Restaurants und Cafés zwischen bewirtschafteten Flächen und Wohnhäusern. Kleine Hotels, restaurierte Steinhäuser, Villen und weitere Unterkünfte verteilen sich locker im Tal; eine geschlossene Kette großer Ferienanlagen gibt es hier nicht. Abends spielt sich das Leben in Dorfrestaurants, auf Terrassen und in den Höfen kleiner Unterkünfte ab.

Der Hochsommer ist die heißeste und belebteste Zeit. Im Frühjahr und im frühen Herbst fallen die Temperaturen meist milder aus. Frisches Grün prägt im Frühjahr das Tal und die Ruinenhänge.

Fethiye, Ölüdeniz und Gemiler in der Umgebung

Das nahe gelegene Fethiye hat ein größeres Stadtzentrum, eine Marina und bekannte Felsengräber. Auf der anderen Seite der Hügel liegt Ölüdeniz mit seiner Lagune und seinem Strandgebiet. Beide unterscheiden sich deutlich vom grünen Binnental Kayaköys.

Jenseits des Dorfes liegt die Gemiler-Bucht an der Küste. Vor der Bucht befindet sich die Gemiler-Insel, auf der mittelalterliche Kirchen- und Siedlungsreste erhalten sind. Diese Küstenlandschaft gehört zur Umgebung und nicht zum historischen Siedlungshang von Kayaköy.

Vom Flughafen Dalaman nach Kayaköy

Das Privattaxi vom Flughafen Dalaman nach Kayaköy fährt direkt vom Terminal zu Hotels, Villen und anderen Unterkünften im Dorf. Auf der Routenseite sind die derzeit verfügbaren Fahrzeugoptionen und Buchungsangaben für diese Strecke gebündelt. So kann die Verbindung zwischen Terminal und Unterkunft vorab organisiert werden.

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Häufig gestellte Fragen

Die griechisch-orthodoxe Bevölkerung musste Kayaköy im Zuge des zwangsweisen Bevölkerungsaustauschs zwischen der Türkei und Griechenland 1923 verlassen. Danach ließen sich einige Muslime aus Griechenland in der Gegend nieder, doch viele zogen später weiter.

Nein, im Tal unterhalb der geschützten Ruinensiedlung liegt ein bewohntes Dorf. Dort gibt es bewirtschaftete Flächen, Restaurants, Cafés und verschiedene kleine Unterkünfte.

Am Hang stehen Reihen dachloser Steinhäuser zwischen gepflasterten Gassen, Stufen, Innenhöfen und Zisternen. Zu den größeren öffentlichen Bauten zählen die Untere und Obere Kirche; außerdem blieben Kapellen und Schulgebäude erhalten.

Im heutigen Dorf verteilen sich kleine Hotels, restaurierte Steinhäuser, Villen und andere Unterkünfte über das Tal. Restaurants, Cafés und bewirtschaftete Grundstücke gehören zum Alltag im Tal.

Fethiye ist für sein Zentrum, die Marina und die Felsengräber bekannt, Ölüdeniz für die Lagune und den Strandbereich. An der Küste jenseits von Kayaköy liegen die Gemiler-Bucht und die Gemiler-Insel mit mittelalterlichen Kirchen- und Siedlungsresten.